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Wissensbeitrag

9. Juli 2026

Seit 01. Juli 2026 ist die neue KTW-BWGL in Kraft getreten

Eine Übersicht über die wesentlichen Änderungen

Schwarze Elastomer-Dichtung im Wasser, Dichtungen für Trinkwasseranwendungen nach KTW-BWGL

Die neue KTW-BWGL (Bewertungsgrundlage des Umweltbundesamtes für Kunststoffe und andere organische Materialien im Kontakt mit Trinkwasser) ist am 01. Juli 2026 in Kraft getreten und bringt vor allem Änderungen für Elastomere (Gummi) und TPE.

Ab diesem Zeitpunkt gelten die Anlagen für Elastomere und TPE rechtsverbindlich.

1) Bisher gültig auf Basis der alten ELL

Seit 01. Juli neu

Neue Bewertungen, unterteilt in

  • Elastomere nach KTW-BWGL Anlage D
  • TPE nach KTW-BWGL Anlage E

2) Strengere Positivlisten für Mischungen und Rezepturen

Eine pauschale Aussage, wie bisher z.B. „EPDM ist geeignet für Trinkwasserbereiche“ ist in dieser Form nicht mehr ausreichend.

Es wird nun genauer unterteilt in:

Die verwendeten Stoffe müssen in den aktuell zugelassenen Listen enthalten sein.

3) Neue, feste Prüfanforderungen

Elastomere / Mischungen

  • Stoffmigration, organisch
  • Einstufung von Geruch und Geschmack und deren Beeinflussung
  • Rezepturprüfung
  • mikrobakterielles Wachstum

Bauteilprüfung

  • Migrationsprüfung nach DIN EN 12873-1
  • Geruch / Geschmack nach DIN EN 1420
  • Mikrobakterielles Wachstum nach DIN EN 16421 (vormals W270-DVGW)

4) Neue Vorschriften und Anforderungen an Dichtungen in Trinkwasseranwendungen

  • Neue Materialprüfungen und Freigaben
  • Konformitätsnachweise
  • Lückenlose Rückverfolgbarkeit der Mischung

5) Klare Benennung der Materialien und Mischungen

Beispiel Elastomere

  • Vorher: „EPDM 70 KTW schwarz“
  • Neu: „EPDM 70° Shore schwarz nach Positivliste KTW-BWGL Anlage D“

Beispiel TPE

  • Vorher: „TPE-S 70 schwarz KTW“
  • Neu: „TPE-S Dryflex 70° Shore schwarz nach Positivliste KTW-BWGL Anlage E“

Die neue KTW-BWGL macht aus einer reinen Materialfreigabe eine strengere, rezeptur- und produktbezogene Trinkwasserbewertung. Für Elastomer-/TPE-Dichtungen müssen Hersteller ihre Mischungen und Nachweise aktualisieren.

Sprechen Sie uns gerne darauf an, wir beraten Sie im Bereich der möglichen Ausführungen.

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